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2009
Die erste Ernte konnten wir mit dem Jahrgang 2009 einfahren. Insgesamt haben wir 3000 Liter geerntet, die wir in unserem neuem Edelstahlkeller Spontan vergoren, also ohne die Zuhilfenahme von Reinzuchthefen, sondern mit den Weinbergs eigenen Hefen . Erste Fassproben lassen hier großes erwarten. Gefüllt werden die Weine gegen Ende Mai 2010.
2006
An einem traditionsreichen Ort legten wir im Jahr 2006 einen neuen Weinberg an und zwar als Querterrassenanlage. Eine Querterrassenanlage kann man sich wie eine flache Serpentinenstrecke vorstellen, auf deren äußerer Kante an den Böschungen die Stöcke stehen. Im Unterschied zum klassischen Steillagenanbau, wo alle Arbeiten von Hand oder mit extrem teuren Seilzugmaschinen gemacht werden müssen, kann man auf den Terrassen mit gewöhnlichen Schmalspurmaschinen fahren. Für den Wein bedeutet das, dass alle Vorteile der Steillage (Mineralität des Bodens, Wärmespeicher Schiefer, deutlich günstigerer Winkel zur Sonne als im Flachland) erhalten bleiben. Zugleich kommt als Alleinstellungsmerkmal der Querterrasse hinzu, dass die Stöcke sich gegenseitig nicht beschatten. Die Querterrasse sieht durch die ganzjährige Begrünung für Wanderer und Anlieger auch deutlich schöner aus als die klassischen Weinberge, die im Winter nur das Graubraun des Bodens zeigen.
Der Nachteil, dass man etwas weniger Stöcke pro Hektar pflanzen kann, wird durch höhere Mostgewichte und weniger Personalaufwand pro Hektar ausgeglichen. Mit der klassischen Anbaumethode müssten wir für den König-Johann-Berg zwei bis drei neue Leute fest anstellen, was sich ein Familienbetrieb dieser Größenordnung nicht leisten kann. Mit der Querterrasse am König-Johann-Berg können wir unsere Anbaufläche verdoppeln und trotzdem die zusätzliche Arbeit im wesentlichen in Eigenleistung stemmen – in den in der Landwirtschaft üblichen 12- bis 14-Stunden-Tagen.
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